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Geschichte

Der Ort ,,Die Rosenaue" wird urkundlich das erste mal 1501 erwähnt. 1496 wurde die Thermalquelle entdeckt, die im Jahr 1501 von dem geyerschen Fundgrübner Hans Friedrich, dem auch der Ort Wiesa gehörte, achteckig eingefasst wurde. 1505 wurde die Quelle vom Bischoff Johann zu Meißen geweiht. Im Jahr 1602 ließ die Kurfürstin Sophie von Sachsen das Fürstenhaus erbauen. Im Lauf der Zeit wechselten die Besitzer häufig. Es wurde um und ausgebaut. Der Ort Rosenaue hatte zu dieser Zeit noch keine Besiedlung, lediglich die Schäferei des Gutes Wiesa, die Mühle und die Pferdeumspanne an der alten Handelsstraße waren vorhanden. Durch das Bekannt werden des Bades kamen im Laufe der Zeit noch weitere Gebäude hinzu.
Der Ort selbst entstand erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die Ansiedlung der Flachsspinnerei des Jakob Bernhard Eisenstuck im Jahr 1859. Die Rosenaue blieb als Ortsteil auch die folgenden Jahre an Wiesa angelehnt. Als im Jahr 1866 die Königlich Sächsische Eisenbahn am 1. Februar erstmalig durch den Ort fuhr, merkte man deutlich, das eine neue Epoche angebrochen war, die Epoche der Industrialisierung im Erzgebirge. Die Gebäude des Bades wurden im 1. Weltkrieg als Lazarett benutzt, was sich im 2. Weltkrieg wiederholte. Nach der Gründung der DDR wurde in den Jahren 1953/55 die gesamten Gebäude mit den Badeanlagen neu gestaltet, nachdem die Umsiedler die bis dahin die Gebäude belegten, in die neue Wohnanlage ,,Siedlung des Friedens" umgezogen waren. Mit einem materiellen Aufwand von 4 Millionen Mark wurde das gesamte Bad neu hergerichtet, welches von Professor Dr. med. Arno Arnold geleitet wurde und fü die Erkrankten an Polyemilitis (Kinderlähmung) von unschätzbarem Wert war. Auch Patienten, die an der Bechterewsche Krankheit (Versteifung der Wirbelsäule) litten, wurden mit Erfolg behandelt. Durch die ,,Flachsspinnerei Meyer & Co. Wiesenbad" entstanden die Wohnviertel Schulstraße, Rote Häuser und ein Teil der alten Mühle. So ist fast der gesamte Ort durch die Spinnerei entstanden. Auch die Schule, das Kinderheim, der Kindergarten und die Friedenskapelle sowie der Friedhof mit Kapelle sind Auftragsarbeiten der Flachsspinnerei. Im Jahr 1899 wurde aus Anlass des 1. Todestages von Reichskanzler Bismarck der gleichnamige Turm der Bevölkerung zur Nutzung übergeben. Die Ortsbezeichnungen wechselten wie folgt. 1501 bis 1602 Rosenaue, von 1602 bis 1791 Sophienbad, von 1791 bis 1955 Wiesa- Ortsteil Wiesenbad, von 1956 bis 1999 Thermalbad Wiesenbad, von 1999 bis 2004 Wiesa - Ortsteil Wiesenbad - ab 01.01. 2005 Gemeinde Thermalbad Wiesenbad - Ortsteil Wiesenbad.